Sie sind hier:

Bankverein Bremen & KBC Bank

OBJ-Dok-nr.: 00001902




Stadt:
Bremen
Bezirk:
Mitte
Stadtteil:
Mitte
Ortsteil:
Altstadt
Straße:
Wachtstraße 16
Martinistraße 1 & 3
Balgebrückstraße 13
Denkmaltyp:
Bankhaus
Eintragung:
2026
Listentext:
Wachtstraße 16, Bankverein Bremen, 1975-1977 von Theodor Rosenbusch und Klaus Rosenbusch (2025)°
Martinistraße 1/3°
Balgebrückstraße 13
Baugeschichte:
2000: Die Eingänge zur Martinistraße werden erneuert (Stechow und Tilgner). Die ursprünglich bündigen Eingänge werden herausgezogen und die "abgängigen" Türe durch Automatiktüren ersetzt.°
Kurzbeschreibung:
Das ehemalige Bank- und Geschäftshaus des Bremer Bankvereins stellt ein bedeutendes Kulturdenkmal der späten Nachkriegsmoderne dar. Errichtet zwischen 1975 und 1977 nach den Entwürfen von Theodor und Klaus Rosenbusch, verkörpert es den architektonischen Wandel der 1970er-Jahre - den Übergang von der internationalen Moderne hin zu einer ortsbezogenen, technisch geprägten Spätmoderne.°
Seine blockhafte, kompakte Formensprache und die einheitlich dunkel eloxierte Aluminiumfassade verleihen dem Baukörper eine prägnante, zugleich zurückhaltende Eleganz. Mit dieser Gestaltung fügt sich das Gebäude sensibel in die gewachsene Struktur der Bremer Innenstadt ein und bildet dennoch einen markanten städtebaulichen Akzent am Kopf der Großen Weserbrücke.°
Die Fassade, gefertigt vom Bremer Metallwarenbetrieb Ernst Nipp & Co., dokumentiert exemplarisch den hohen Anspruch an Materialpräzision und Detailqualität jener Zeit. Sie steht in der Tradition internationaler Vorbilder wie dem Seagram Building von Mies van der Rohe (New York, 1958) und deutscher Nachfolgerbauten, etwa der Stadtsparkasse Hannover oder dem Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt.°
Das Bremer Geschäftshaus besitzt besonderen Wert als authentisches Zeugnis der technikorientierten Spätmoderne. Es veranschaulicht die Suche nach einem neuen architektonischen Ausdruck, der Rationalität, Fortschrittsglauben und städtebauliche Sensibilität verbindet. Seine Aluminiumfassade, die Lage am Übergang zwischen Altstadt und Weserfront sowie seine gestalterische Geschlossenheit machen es zu einem charakteristischen Beispiel jener Epoche - und zu einem wichtigen Bestandteil des baukulturellen Erbes Bremens.
Epoche:
Nachkrieg
Art Dat.:
Herstellung
  Num.-Dat.:
1975-1977
Objekt @ Künstler:
Entwurf
  Architekt/Künstler:
Rosenbusch, Theodor & Rosenbusch, Klaus
  Kommentar:
Büro von Vater und Sohn damals Loignystraße 31; Kontakt 2021: Klaus Rosenbusch, Dipl.-Ing. Architekt, Deliusweg 14 in Bremen Horn, Telefon 0421/232418
Sozietät:
Bauherr
  Sozietät Name:
Bankverein Bremen AG & Handelskammer Bremen
Quelle:
Bauakte
  Stelle:
BO Bremen
  Herkunft:
BO Bremen
Lit.-Kurztitel:
Albrecht, Herbert: Bremer Bauten und Denkmäler, Bremen (1979)
  Stelle:
22-23
Lit.-Kurztitel:
Bremen und seine Bauten 1950-1979, 2014
  Stelle:
Abb. 645
Denkmal digital · Landesamt für Denkmalpflege