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Ensemble Contrescarpe

OBJ-Dok-nr.: 00000277





Stadt:
Bremen
Bezirk:
Mitte
Stadtteil:
Mitte
Ortsteil:
Ostertor
Straße:
Contrescarpe 8 & 8A & 8B & 8C & 9 & 10 & 11 & 12 & 13 & 14 & 15 & 16 & 17 & 18 & 19 & 20 & 21 & 22 & 23 & 24 & 26 & 27 & 28 & 29 & 30 & 32 & 33 & 34 & 35 & 36
Kohlhökerstraße 37 & 38
Meinkenstraße & Rutenstraße
Denkmaltyp:
Wohnhausgruppe
Eintragung:
1973
Listentext:
Contrescarpe 8-36, Wohnhäuser
Kohlhökerstraße 37
Meinkenstraße
Rutenstraße
Einzeldenkmale siehe: Contrescarpe 8-8c; 17; 18; 19; 21; 22-24; 27; 32; 34; 36
Bestandteile der Denkmalgruppe:
- Contrescarpe 9, Wohnhaus, um 1870 (1973)
- Contrescarpe 10, Wohnhaus, um 1870, Umbau, um 1895 (1973)
- Contrescarpe 12, Wohnhaus, um 1870 (1973)
- Contrescarpe 14, Wohnhaus, um 1870 (1973)
- Contrescarpe 15-16, Wohnhaus, um 1870 (1973)
- Contrescarpe 17, Wohnhaus, um 1850, Umbau 1895 von Albert Diedrich Dunkel (1973)
- Contrescarpe 29, Wohnhaus, 1852 von Johann Friedrich Averdieck (1973)
- Contrescarpe 30, Wohnhaus, 1852 (1973)
- Contrescarpe 33, Wohnhaus, 1853 (1973)
- Contrescarpe 35, Wohnhaus, 1853 von Lüder Rutenberg (1973)
- Kohlhökerstraße 38, Wohnhaus, 1853 von Lüder Rutenberg (1973)
Bestandteile ohne Denkmalwert: Contrescarpe 11; 13; 20; 26; 28
Kurzbeschreibung:
Die Contrescarpe zwischen Kohlhökerstraße und Hohenpfad vereinigt beispielhaft die unterschiedlichen Facetten großbürgerlicher Wohnkultur in Bremen im 19. Jahrhundert.
Das äußere Ufer des Festungsgrabens, die Contrescarpe, bot schon frühzeitig nach Schleifung der Wälle wohlhabenden Kaufleuten Anreiz, die Wohnung vom Kontor zu trennen und nur pro forma den Wohnsitz in der Altstadt zu behalten. Bereits 1803 baute Bremens berühmter Bürgermeister, Johann Smidt, an der Contrescarpe seinen Wohnsitz (ehemals Nr. 25, kriegszerstört). Bis in die vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde die Contrescarpe zunehmend mit freistehenden Einfamilienhäusern bebaut. Aus dieser Zeit hat sich mit Haus Nr. 22 bis heute das ehemalige Sommerhaus des Kaufmanns Stephan Lürmann aus dem Jahre 1822 erhalten, wenn auch im Umbau von 1866. Die meisten dieser Sommerhäuser wurden ab 1849, nach Aufhebung der Torsperre und der staatsrechtlichen Gleichstellung der Vorstadtbürger, als der Baugrund an der Contrescarpe eine ernorme Aufwertung erfuhr, verdrängt von Reihenhäusern oder dicht gestaffelten Walmdachhäusern für das gehobene Bürgertum.
Frühe Beispiele sind die freistehenden oder als Doppelhaus zusammengefassten Häuser Contrescarpe 17-19, die bereits um 1850 entstanden sind, jedoch kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert im beim Großbürgertum beliebten Stil der Neorenaissance überformt worden sind. In den Jahren 1852-1853 sind die Reihenhäuser Contrescarpe 27, 29-30, 33-36 und Kohlhökerstraße 38 erbaut worden. Sie sind mit ihren verhalten klassizistischen Fassaden zeittypische Vertreter des Reihenhauses ("Bremer Hauses") für eine begüterte Klientel. War der vorhandene Baubestand in den fünfziger und sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts nur verdichtet worden, so kommt es um 1870 (Hausnrn. 9-15) und 1894 (Nr. 8a-8d) auch zu der Verdrängung bereits bestehender Vorstadtbebauung zwischen Meinkenstraße und Hohenpfad.
Epoche:
Historismus
Lit.-Kurztitel:
Stein, Rudolf: Die Contrescarpe =
Stein, Rudolf: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens I, 1964
 Stelle:
473
Rechteinformation:
Copyright by Landesamt für Denkmalpflege Bremen