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Grabmal Höpken

OBJ-Dok-nr.: 00001948,T043





Stadt:
Bremen
Bezirk:
Ost
Stadtteil:
Schwachhausen
Ortsteil:
Riensberg
Straße:
Friedhofstraße 51
Beckfeldstraße & Riensberger Straße
Denkmaltyp:
Grabmal
Kurzbeschreibung:
Material: Statue aus Marmor, Gebäude aus Sandstein
Die letzte Ruhestätte, die der Kaufmann Johann Höpken für sich und die Seinen im neuangelegten Riensberger Friedhof errichten ließ, liegt an exponierter Stelle, und zwar in unmittelbarer Nähe des repräsentativen Eingangsbereichs rund um die Kapelle und doch bereits im landschaftlich gestalteten Randbezirk. Auf einem künstlichen Hügel, ursprünglich wohl in unmittelbarer Nähe zu einem malerischen Gewässer, dessen Bett heute ausgetrocknet, aber noch erkennbar ist, erhebt sich ein viereckiges luftiges Gebäude, dessen architektonische Gestalt am ehesten mit dem Begriff "Heroon" zu beschreiben ist. Seine vier korinthischen Säulen, die von Pfeilern mit Rundbogenarkaden hinterfangen sind, tragen ein reich mit Festons verziertes Gebälk sowie ein Giebeldach; das seinerseits mit Eckakroterien und einem zentralen Schmuckelement versehen ist. Die Rückwand des kleinen Gebäudes ist geschlossen und trägt verschiedene Inschriften. Im Zentrum des Bauwerks und von ihm wie durch einen großen Baldachin überhöht, eine weibliche Gestalt auf hohem Sockel in leichter Schrittstellung mit faltenreichem, gebauschtem Gewand, die Linke locker in die Seite gestützt. Die Rechte, über deren Unterarm das stoffreiche Gewand drapiert ist, ist in einer auf den Beschauer gerichteten Geste nach vorne gestreckt.
Der 1877 verstorbene Johann Höpken vermachte der , ' . . Stadt Bremen testamentarisch ein Kapital von 1500 Reichsthalern zur Errichtung eines "steinernen Säulenhauses" über seinem Grab und zur Aufstellung der Statue "Die Hoffnung" von Carl Steinhäuser . Ferner verfügte er die Summe von 500 Rthl. in Gold zur Pflege und Reinigung von beidem. Den architektonischen Entwurf zu diesem "Säulenhaus" lieferte Bauinspektor Emil Böttcher und nicht wie teilweise angenommen, Heinrich Müller, der diesen Gebäudetyp in sehr ähnlicher Form wenig später (1878) für den Niemitz-Brunnen im Bürgerpark verwendete. Vom Künstler der "Hoffnung", Carl Steinhäuser, stammen in Bremen weitere öffentlich aufgestellte Monumente: das Olbers-Denkmal in den Wallanlagen sowie die große Steinvase (ebenda,).
Johann Höpken (1801-1877), Kapitän, vermachte auch "Höpkensruh" dem Bremer Staat.
Epoche:
Historismus
Stil:
Historismus
Art Dat.:
Erwerb
 Num.-Dat.:
1876
Art Dat.:
Entwurf
 Num.-Dat.:
1875-1876
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Müller, Heinrich
 Funktion:
Architekt
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Steinhäuser, Carl
 Funktion:
Bildhauer
 Geltungsdauer:
1863
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Böttcher, E.
 Rank:
Bauinspektor
Objekt @ Bez:
Bauherr
 Name:
Höpken, Johann
 Funktion:
Kapitän
Lit.-Kurztitel:
Stein, Rudolf: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens I, 1964
 Stelle:
456
Lit.-Kurztitel:
Bremen und seine Bauten 1900, 1900
 Stelle:
592, Fig. 485
Lit.-Kurztitel:
Kammerer-Grothaus, Heike: Carl Johann Steinhäuser - ein Bildhauer aus Bremen, Delmenhorst 2005
 Stelle:
75, Abb. 46
Lit.-Kurztitel:
Böttcher, Emil: Bauten und Denkmale des Staatsgebiets der freien und Hansestadt Bremen, Bremen 1887
 Stelle:
29
Rechteinformation:
Copyright by Landesamt für Denkmalpflege Bremen

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