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Riensberger Friedhof

OBJ-Dok-nr.: 00001948





Stadt:
Bremen
Bezirk:
Ost
Stadtteil:
Schwachhausen
Ortsteil:
Riensberg
Straße:
Friedhofstraße 51
Beckfeldstraße & Riensberger Straße
Denkmaltyp:
Friedhof
Eintragung:
2011
Listentext:
Friedhofstraße 51, Riensberger Friedhof, 1872-1875 von Carl Jancke (2011)
Einzeldenkmal siehe: Friedhofstraße 51: Krematorium
Beckfeldstraße
Riensberger Straße
Kurzbeschreibung:
Der Riensberger Friedhof entstand 1872-1875 im Rahmen einer Neuordnung des bremischen Bestattungswesens. Gleichzeitig wurde auch eine große Friedhoffläche im Bremer Westen (Waller Friedhof) ausgewiesen und die Schließung der innenstadtnahen Friedhöfe am Doventor und Herdentor beschlossen.
Der etwa 50 Morgen große Riensberger Friedhof befindet sich im Osten der Stadt, außerhalb der damaligen Vorstädte. 1872 war ein Wettbewerb unter den deutschen Gartenkünstlern veranstaltet worden, den der Landschaftsgärtner Carl Jancke aus Aachen gewonnen hatte. Schon die Ausschreibung hatte eine Gestaltung im Sinne eines Landschaftsparks angestrebt. Mit dem Riensberger Friedhof entstand dann im Osten Bremens einer der frühesten Parkfriedhöfe Deutschlands und zugleich eines der ersten Beispiele eines Friedhofs im sogenannten "gemischten Stil", einer dominanten Strömung in der deutschen Gartenkunst der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die reguläre Strukturen mit landschaftlicher Gestaltung verknüpfte. Ein formaler, durch Lindenalleen strukturierten Friedhofsteil, der ausgehend von einer neugotischen Backsteinkapelle am Haupteingang entlang einer Hauptachse mehrreihig wie in einer Exedra abschließt, wird dabei von einer landschaftlicher Gestaltung umfangen, dessen zentrales Motiv ein großer See mit sanft geschwungenen Ufern bildet. Dessen Aushub trug wesentlich zur starken künstlichen Geländemodellierung des Friedhofs bei. Die allgemeine Aufhöhung des Geländes erlaubte erstmals für Bremen die doppelschichtige Belegung bei Erdgräbern.
Der Riensberger Friedhof ist vergleichsweise gut erhalten; das Wegenetz stimmt noch weitgehend mit der in einem historischen Friedhofsplan von 1895 dokumentierten Situation überein. Die Friedhofsverwaltung bemüht sich in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege durch die Vermittlung von Patenschaften sehr engagiert und erfolgreich um die Erhaltung herausragender und prägender historischer Grabmale nach Ablauf von Belegungsfristen.
Epoche:
Historismus
Art Dat.:
Herstellung
 Num.-Dat.:
1872-1875
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Jancke, Carl
 Funktion:
Landschaftsgärtner
Sozietät:
Bauherr
 Sozietät Name:
Stadt Bremen
Lit.-Kurztitel:
Die neuen Bremer Friedhöfe =
Hamburger Garten- und Blumenzeitung 29 (1873)
 Stelle:
..
Lit.-Kurztitel:
Fitger, A.: Die Friedhöfe und ihr künstlerischer Schmuck =
Bremen und seine Bauten 1900, 1900
 Stelle:
581-594
Lit.-Kurztitel:
Der Baumeister 15 (1917)
 Stelle:
Taf. 64 (Eeg & Runge)
Lit.-Kurztitel:
Bauamt und Gemeindebau 7 (1925)
 Stelle:
126 (Wettbewerbsentscheidungen. Bremen, Rhiensberger Friedhof, Eingang und Platz vor dem Friedhof)
Lit.-Kurztitel:
Freye, Paul und Helmut Lemkuhl: Unsere Friedhofsanlagen =
Die Neugestaltung Bremens, Nr.4: Grünanlagen, Bremen 1952
 Stelle:
27-33, hier: 32
Lit.-Kurztitel:
Knauf, Diethelm: Schwachhausen 1860-1945, Bremen 2002
 Stelle:
92-93
Lit.-Kurztitel:
Stadtgrün Bremen (Hrsg.): Riensberg, Bremen 2005
 Stelle:
..
Lit.-Kurztitel:
Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (Hrsg): Historische Friedhöfe in Deutschland, Bonn 2007
 Stelle:
..
Lit.-Kurztitel:
Kirsch, Rolf: Die Friedhöfe Riensberg und Osterholz =
Denkmalpflege in Bremen, Heft 8, Bremen 2011
 Stelle:
50-57
Lit.-Kurztitel:
Grüne Oase der Ruhe =
Ambiente. Charakter. Geschichte - Schwachhausen, Magazin Weser-Kurier 2013
 Stelle:
16
Rechteinformation:
Copyright by Landesamt für Denkmalpflege Bremen


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